Wie können Unternehmen schnell, kostengünstig und nutzerorientiert innovative Produkte entwickeln, um die Zukunft der Industrie gestalten?

Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, alle Phasen der Produktentwicklung so schlank und kosteneffizient wie möglich zu gestalten.

Wenn Sie Geld und Zeit sparen möchten, sind konkrete Ziele jeder einzelnen Produktentwicklungsphase essentiell.

Wir geben Ihnen die richtigen Tipps für einen strukturierten, sicheren und zielgerechten Prozess.

Phase 1: Die Basis

Bevor ein Produkt entsteht, muss die Daseinsberechtigung geklärt sein. Welchen Bedarf deckt das Produkt? Wem dient es? Die initiale Frage, warum ein Produkt existiert, bildet das Fundament aller weiteren Schritte.

Die Ausgangssituation kann von Projekt zu Projekt unterschiedlich sein. Diese zwei Herangehensweisen beschreiben die Projektbasis genauer:

1) Die Produktinnovation

Der Traum eines jeden Erfinders ist eine komplett neuartige Produktinnovation.
“Der erste dampfbetriebene Antriebsmotor”, “Das erste elektrische Leuchtmittel”, oder “Mit Sonnenenergie unterstütztes Fahrradfahren”. Was im ersten Moment unbedeutsam klingt, hat vor vielen Jahren eine bahnbrechende Kettenreaktion ausgelöst. Es entstehen ganze Industrien mit neuer Technologie und damit ausgestattete Produkte können das alltägliche Leben verbessern.

Erhöhen Sie Ihre Chancen, echte erfolgreiche Produktinnovation voranzutreiben. Sei es durch Verknüpfung von befremdeten Gebieten etwa mit “Cross-Polintaion” (=Querverbindungen schaffen) oder ein technisches Experiment. Kritisches Denken und die aktive Suche nach Lösungen ist gefragt.
Bionik ist der Beweis dafür, dass genaue Beobachtung der Natur zu erfolgreichen Innovationen führt. Die Evolution hatte viele Millionen Jahre Zeit, Funktionsmechanismen bis ins letzte Detail zu optimieren – diesen Vorteil kann man nutzen!

2) Das Folgeprodukt

Im Gegensatz zur Produktinnovation ist das Folgeprodukt nicht von Grund auf neuartig. Beispiel für diese Art der Produktentwicklung könnten sein:

  • Optimierung der Benutzerfreundlichkeit
  • Einbindung neuer technischer Entwicklungen
  • Erweiterung der Produktfunktion

Im Rahmen eines Folgeprodukts wird an der äußeren Optik, der inneren Technik oder dem umgreifenden Design eine Änderung vorgenommen. Weitere Verbesserungen, wie etwa energiesparende Nutzung, kosteneffizientes Design und Rebranding der Marke werden häufig als Ziel verfolgt.

Sofern ein bestehendes Produkt mit klaren Spezifikationen vorliegt, ist die Basis der Produktentwicklung eine andere, als wenn eine Produktinnovation von Grund auf entsteht.

Phase 2: Ideation

Die Ideation beschreibt den Prozess der Ideengenerierung. Hier sammeln Sie eine große Vielfalt an unterschiedlichen Ideen. Kreativitätstechniken wie Brainstorming, Brainwriting, Sketching, etc. helfen Ihnen dabei, unterschiedliche Lösungsansätze zu generieren. Warum so viele? Die erste Idee ist vielleicht noch nicht ausgereift und bereit für die Serie. Außerdem liegt in der weiteren Ideensammlung vielleicht die Problemlösung einer wichtigen Schlüsselstelle, die Ihr Produkt zum Erfolg verleitet.

Was bei der Ideation zu beachten ist: Quantität über Qualität!

Brainstorming im Team

Während des gemeinsamen Brainstormings werden alle Ideen auf einem großen Flipchart gesammelt. Diese Veranschaulichung inspiriert zum Weitermachen und ermöglicht es, auf andere Ideen der Gruppe aufzubauen.

Hier lohnt es sich diese Brainstorming-Regeln zu beachten:

  • wilde Ideen sind gewünscht
  • Kritik an Ideen unterlassen
  • aufbauende Ideen sind möglich
  • schnell und locker

Wichtig dabei ist, die Bedürfnisse der Zielgruppe im Blick zu haben. Kennen Sie alle Anforderungen, Erwartungen & “Pain Points” Ihrer potentiellen Nutzer? Schließlich möchten Sie kein Produkt entwickeln, das die Bedürfnisse der zukünftigen Kundschaft ausklammert. Nur so gelingt es, dass Ihre Produkte von Kundschaft angenommen und am Markt erfolgreich werden.

Eine Stark bewährte Technik der ersten Produktentwicklungsphase ist “Design Thinking”. Dieser Problemlösungsprozess zeichnet sich durch seine praktikable Veranschaulichung von Lösungen aus:

Ein Problem wird erfasst, Lösungen dazu skizziert und danach mit einfachsten Hilfsmitteln direkt getestet. Anschließend steht die Optimierung am Programm: die Erfahrungen in das Design einfließen lassen, optimieren undGo– wieder von vorne.

Beachten Sie folgende Grundschritte im Produktentwicklungsprozess:

  • Nutzer steht im Mittelpunkt
  • Ziele Klar Definieren
  • Ideen sammeln und testen

 

Phase 3: Proof of Concept

Im Proof of Concept wird Ihre Idee zur Kontrolle gezogen. Ziel dieser Produktentwicklungsphase ist, die technische Umsetzbarkeit zu beweisen. Somit können Sie unnötige Entwicklungskosten im späteren Prozess vermeiden.

Der Proof of Concept in 5 einfachen Schritten:

  1. Validierung der Anforderungen
    Finden Sie heraus, welche kritischen Pain Points Ihre Nutzer belasten. Interviews mit Probanden aus der Zielgruppe helfen dabei, die relevanten Anforderungen zu erfahren.
  2. Ideengenerierung der besten Lösung
    Nutzen Sie die effektivsten Kreativmethoden, um Lösungen zu generieren. Anschließend evaluiert und optimiert durch Schnelltests, um Ihre Ziele und Kapazitäten in das Projekt einfließen zu lassen.
  3. Bewertung der technischen Umsetzbarkeit
    Identifizieren Sie die technischen Knackpunkte und erstellen Sie ein technisches Konzept zu Ihrer Idee.
  4. Dokumentierung der Erkenntnisse
    Damit Sie in den zukünftigen Entwicklungsschleifen besser werden, ist eine Dokumentation der Learnings, Erfolge und Frustrationen wichtig. So vermehren sich Ihre Erfolge konstant.
  5. Bestätigung einfordern
    Wichtig für alle Schritte der Produktentwicklung ist es jetzt, auf die gewonnenen Erkenntnisse aufbauen zu können. Der Proofe of Concept liefert Ihnen den Beweis, dass wirklich Mehrwert für Ihre Nutzer generiert wird, und Ihr Projekt aus technischer Seite umsetzbar ist. Konsequenz und Ehrlichkeit mit der Bewertung macht sich bezahlt.

 

Zusammengefasst:

Der Proof of Concept hilft Ihnen dabei, Ihre Idee kritisch zu hinterfragen und testet diese zugleich auf technische Umsetzbarkeit. Außerdem: Bei Präsentationen ist es von großem Vorteil, wenn Sie konkrete Ergebnisse Ihrer Tests vorzeigen können. Nutzerstudien der frühen Entwicklungsstufe geben beim Pitch (= Ideen-Präsentation) ein solides Argument. So überzeugt Ihr Proof of Concept mit Erfahrung aus der Praxis.

Phase 4: Prototyping

Die vierte Phase der Produktentwicklung ist der Prototypenbau. Ein Prototyp ist ein physisches Modell, das Ihrem finalen Produkt in optischen und funktionellen Eigenschaften sehr nahekommt. Damit Sie nicht schon Ihre ganze Energie in dieses Modell stecken, beachten Sie dabei folgendes:
Ziel ist es, ein erstes Muster zu schaffen. Mit 3D Drucker können kosteneffiziente Prototypen erstellt und anschließend getestet werden. Durch schnelle Wiederholungsphasen gewinnt der Prototyp an Qualität.

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Testung und Optimierung vom Produkt. Daher ist es in dieser Phase der Produktentwicklung essentiell, direkt am Kunden zu arbeiten und gleich mit Ihrer Nutzergruppe zu testen. Der große Vorteil daran ist, dass Sie die Rückmeldung schnell in Ihr Produkt einbauen können, ohne hohe Entwicklungskosten aufgrund von teurem Werkzeug zu haben.

Im Prototyping optimieren Sie die Nutzerfreundlichkeit und können schlussendlich sicher sein, dass Ihr Produkt am Markt akzeptiert wird.

Diese Fragen liefern Ihnen die wichtigsten Antworten für Phase 4:

  • Wer wird das Produkt verwenden?
  • Welche Features (=Produkteigenschaften) wollen Sie testen?
  • Wo wird das Produkt verwendet?
  • Wie wird das Produkt bedient?

Phase 5: Die richtige Zertifizierung

Die Phase der Zertifizierung ist in der Produktentwicklung das A und O, wenn es um Sicherheit geht. Voraussetzung dafür, dass ein Produkt den Markteintritt schafft, liegt in vielen Fällen an der Sicherheit, die der Hersteller über das Produkt geben kann. Eine unzureichende Sicherheit ist ein fataler Fehler und kann das Aus der gesamten Firma bedeuten. Ziel von Zertifizierungen ist es, das Risiko von Schäden an Personen oder dem Produkt zu vermeiden. Für diesen Zweck wurden Richtlinien in der Produktentwicklung geschaffen, die umfassend für Schutz sorgen.

Ein Beispiel dafür sind die Schutzklassen bei elektronischen Geräten, wie die IP68: “vor Staub und Spritzwasser geschützt”.

Phase 6: Product Rollout

Die fünfte und letzte Phase der Produktentwicklung ist der Product Rollout. Sie baut auf die vorherigen Entwicklungsphasen auf und spielt eine große Rolle für den Erfolg oder Misserfolg des gesamten Projekts. Mit solider Vorarbeit könne Sie hier massive Kosten vermeiden. Wichtig dabei ist es, die richtigen Kompetenzen abzudecken. Ein Marketing mit erfolgversprechender Kampagne, um das größtmögliche Interesse zu wecken, ist in dieser letzten Phase essenziell.

Product Launch

Der Product Launch ist die erste Veröffentlichung eines Produkts. Je nach Strategie ist es möglich, das Produkt nur innerhalb einer bestimmten Region oder einer bestimmten Zielgruppe zu veröffentlichen. Innerhalb eines Rollouts können weitere Launch-Events starten. Somit können Sie das Kundeninteresse weiter steigern und nutzen die gesamte Kapazität des Marketings, um den bestmöglichen Markteinstieg zu schaffen.

 

Wenn Sie Ihren Prozess der Produktentwicklung aufbauen, ist Transparenz der Schlüssel zum Erfolg. Ein gemeinsames Verständnis der Kunden- und Teambedürfnissee schafft Klarheit und ermöglicht ein zielgerechtes Arbeiten. Somit können Sie Projekte erfolgreich umsetzen, welche die übergreifenden Geschäftsziele erfüllt.